Andalusischen Weltkulturerbe-Städte Úbeda & Baeza überraschen die Besucher

Mittelalterliche Kirchen, Paläste und Herrenhäuser aus dem 19. Jahrhundert laden dazu ein, entdeckt zu werden / Silja Schmid vom Reiseveranstalter Andalusiennet.de

Unser besonderer Reise-Tipp: Geführte Reise mit Fotograf Karl-Heinz Schmid von Bildhorizonte Photography 08.-16.10.2017 / 06.-14.10.2017

Vereint auf einer von der Sonne ganztägig beleuchteten Anhöhe begegnen dem Reisenden auf der Fahrt den Guadalquivir flussabwärts liebevoll die auch als Schwestern bezeichneten Städte Úbeda & Baeza. Die sich einerseits ähnelnden Stadtbilder sind doch von verschiedener Größe und verfügen über andere kulturell-historische und traditionell gewachsene Architektur und Feste. Beide Städte überraschen den Besucher auf ihre ganz eigene Art.

Úbeda und Baeza lassen sich gut bei einem Spaziergang erkunden, entlang Kirchen, Palästen und Herrenhäusern, die vor allem im 19. Jahrhundert gewachsen sind. Gemein ist ihnen das kastilisch aussehende Stadtbild, und der wundervolle Blick über die Weiten der von Olivenbäumen geprägten Landschaft bis hin zu den 2000 Meter hohen Bergen des Naturparks Sierra Mágina, einem ausgezeichneten Wandergebiet und Paradies für Botaniker. Musik liegt in der Luft, wenn alljährlich im Mai/Juni zum gemeinsam organisierten, Internationalen Musikfest Orchester und Solisten-Ensambles von Weltruf in die beiden von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichneten Städte reisen.

Úbeda mit heute 35.000 Einwohnern wird auch als “Die Königin” bezeichnet. Seit dem 15. Jahrhundert erfuhr die Stadt ständiges Wachstum aus landwirtschaftlichen Erträgen. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde sie zur aristrokratischen Renaissance-Stadt. Gut erhaltene Gebäude, schöne Portale im plateresken Stil (ein Mix an gotischen und Mudejar-Elementen mit italienischer Frührenaissance) sind Zeugen einer großen Vergangenheit. Das Hospital de Santiago mit seinem wundervollen Säuleninnenhof sowie der Palacio de Juan Vázquez de Molina mit florenzianischem Innenhof und Löwenbrunnen wurden zwischen 1562 und 1575 von dem bekannten Architekten Andrés de Valdeviras erbaut.

Baeza als “Die Dame” bezeichneter Ort, ist etwas kleiner und ruhiger als Úbeda. Mit ihren Laubengängen und kleinen Cafés, sowie dem wundervollen panoramischen Blick lädt sie zum Verweilen ein. Der Spaziergang durch die langen, kühlenden Stadtmauern ist ein Erlebnis für sich. Die Stadt hat 16.000 Einwohner und wetteifert mit Úbeda mit 50 stattlichen Palästen und Denkmälern im Bereich der Sehenswürdigkeiten und der künstlerischen Vielfalt. Besonders sehenswert ist der Palast von Jabalquinto mit wundervoll spätgotischer Fassade. Von der Familie des Königs Fernando, dem Katholischen wurde ihr Bau beauftragt. Bis 1720 war dieses Gebäude Herrensitz und danach eine schulische Einrichtung. In Baeza ist eine der drei Sitze der Internationalen Universität Andalusiens beheimatet, die Universität Antonio Machado (Dichter, 1875-1939). Das Gebäude und der Säulen-Innenhof sind besonders prachtvoll.

In Úbeda und Baeza staunen die Besucher über besonders dekorierte und verzierte Türklopfer, Nägel, Scharniere und Haspen. Kunstgegenstände der Holz- und Schmiedearbeiten an Decken und Türen unterstreichen die künstlerische Vielfalt dieser Region. Das Handwerk ist nicht zuletzt eine traditionelle Wirtschaft und auch heute noch eine wichtige Einnahmequelle der Provinz Jaén, nach der Produktion des Olivenöls.

Lernen Sie die Fauna und Flora der von Úbeda und Baeza nur eine Autostunde entfernt gelegenen Naturparks kennen, am Besten mit einer geführten Rundfahrt im Jeep mit einem einheimischen Biologen. Fantastische Panoramen eröffnen sich dem Fotografen und Naturliebhaber bei einem Besuch im Naturpark Andújar. Die Sierra de Cazorla, Segura y las Villas beherbergt das größte, zusammenhängende Eichenwaldgebiet Europas, in dem auch die Lebensader Andalusiens entspringt, der Guadalquivir. Der kleine, südlicher gelegene Naturpark Sierra Mágina mit über 2000 Meter hohen Bergen verfügt über mehr endemische Pflanzen als Irland.

Lassen Sie sich auch kulinarisch in Úbeda und in Baeza verwöhnen, z.B. mit Pipirrana, einem Gemüsesalat mit Zwiebeln, Tomaten und Ei, angereichert mit dem wertvollen Olivenöl oder mit einem Paprikaeintopf. Zum Dessert empfehlen wir Ihnen Ochíos, einem mit Olivenöl gebackenes süsses Brötchen aus Mehl und Anis, schwarzes Mousse de Chocolate mit Olivenöl Virgen Extra und Orange, Walnusskuchen sowie Ziegenkäse mit den beliebten Konfitüren z.B. aus Moosbeeren.

Erleben Sie Úbeda & Baeza sowie den Naturpark Sierra Mágina auf unserer Fotografie-Reise vom 08. bis 16. April 2017 – zur Kirschblüte und zur Heiligen Karwoche – oder auf einer individuell organisierten Reise. Besuchen Sie uns auf der Touristikmesse in Bad Salzuflen vom 13. bis 15.01.2017 oder auf der Kulturreise-Messe in Hamburg am 25.+26.02.2017 in der Koppel 66.

Advertisements